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Veranstaltungen 2016

31. Wissenschaftliche Fachtagung

Bewertung und Weiterentwicklung von Tierhaltungssystemen – Eine multidisziplinäre Aufgabe

Mittwoch, 5. Oktober 2016, Raum 11.006, Hochschulcampus Soest, Lübecker Ring 2, 59494 Soest

Moderne Landwirtschaft zeichnet sich nicht nur durch einen hohen Spezialisierungs- und Technisierungsgrad aus. Die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft ermöglicht zunehmend die Auseinandersetzung mit Landwirtschaft und Nutztierhaltung auf einer Ebene, die weit über die Sicherstellung der Ernährung der Bevölkerung hinaus geht. Schlagworte wie Nachhaltigkeit und Tierwohl sind heute aus der Primärproduktion nicht mehr weg zu denken.
Der Verbraucher knüpft seine Verzehrsgewohnheiten und Kaufentscheidungen Nahrungsmittel tierischen Ursprungs betreffend zunehmend an die Produktionsbedingungen. Die Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere ist dabei ein wesentliches Entscheidungskriterium.
Die Tiere selbst, die Verbraucher, die Produzenten sowie der Handel stellen also ggf. unterschiedliche Anforderungen an die Haltungsbedingungen. Nicht selten führt dies zu Zielkonflikten, die meist im landwirtschaftlichen Betrieb gelöst werden müssen.
Die 31. Wissenschaftliche Fachtagung führt Experten aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen zusammen und setzt sich mit den Möglichkeiten der Bewertung von Tierhaltungssystemen auseinander.
Mitveranstalter der Fachtagung ist das Kompetenznetzwerk Nutztierforschung NRW (KONN) des Forschungsnetzwerks NRW-Agrar. Das Forschungsnetzwerk NRW-Agrar wurde vor 10 Jahren mit den Zielen gegründet, die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen zu verstärken, Synergieeffekte zu nutzen sowie die Leistungsfähigkeit der nordrhein-westfälischen Agrarforschung gemeinsam besser zu kommunizieren.
Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Wissenschaftler als auch an Fachberater, Vertreter von Verbänden, politische Administratoren, Praktiker sowie Studierende.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung zur Veranstaltung bis zum 28. September 2016 unbedingt erforderlich.

Programm

 

Workshop

Stickstoff in Grünlandsystemen – Zuviel des Guten?

Dienstag, 14. Juni 2016, Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Riswick, Elsenpaß 5, 47533 Kleve

Stickstoff ist in Grünlandsystemen ein entscheidender Nährstoff für den Bodenhaushalt, die Pflanzen- und Tierernährung. Er trägt jedoch durch übermäßige und unsachgemäße Applikation zu schwerwiegenden nachteiligen Umweltwirkungen bei. Einerseits besteht die Forderung, den Proteinbedarf für Mensch und Nutztier zukünftig stärker über heimische und umweltfreundliche Produktion zu decken, andererseits sollen die N-Emissionen, die auch von Grünland ausgehen können, nachhaltig gesenkt und die Biodiversität erhöht werden.
Eine qualitative und quantitative Optimierung der Proteinproduktion auf Grünland kann grundsätzlich dazu beitragen, dass Landwirte in benachteiligten Regionen wettbewerbsfähig bleiben. Der Bedarf an kostenintensiven importierten, weniger nachhaltig produzierten Eiweißquellen (z.B. importierte Sojaprodukte) könnte insgesamt gesenkt werden. Eine mehr grünlandbasierte Fütterung von Milch- und Fleischrindern kann die Konkurrenz zwischen Futter- und Lebensmittelproduktion entschärfen.
Hohe Proteinkonzentrationen im Grünlandfutter erfordern jedoch ein hohes Niveau an N-Inputs über Düngung oder hohe Leguminosenanteile sowie frühe Schnitttermine und/oder intensive Beweidung. Damit können jedoch Artenrückgang, vermehrter Ausstoß klimaschädigender N-haltiger Gase sowie Trinkwasserverunreinigung mit Nitrat verbunden sein. Die größten Herausforderungen bestehen darin, die in großen Mengen vorhandenen Dünger tierischer Herkunft auf Grünland mit geringeren Emissionen als bisher auszubringen und die N-Effizienz entlang der gesamten Prozessketten zu erhöhen.
Im Workshop sollen Wege aufgezeigt werden, wie sich der N-Haushalt im komplexen System Boden-Wasser-Pflanze-Nutztier-Mensch zukünftig so gestalten lässt, dass den unterschiedlichen Ansprüchen an die Grünlandnutzung angemessen Rechnung getragen wird.
Zielsetzung der Veranstaltung ist die Diskussion neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und eine Bewertung hinsichtlich der Praxisrelevanz und -reife, um daraus den Handlungsbedarf und Handlungsoptionen für Praxis und Beratung abzuleiten.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung zur Veranstaltung bis zum 7. Juni 2016 unbedingt erforderlich.

Programm

Anfahrt

 

Expertenworkshop

Nachhaltigkeitsbewertung und -management in der Landwirtschaft

Donnerstag, 25. Februar 2016, Hochschule Rhein-Waal, Marie-Curie-Straße 1, 47533 Kleve

Nachhaltigkeit ist ein weltweit anerkanntes Leitbild für gesellschaftliches und politisches Handeln. Aber wann genau sind Wirtschaftsweisen und Entwicklungen nachhaltig und wann nicht?
Der globale Agrarsektor steht vor der Herausforderung, in den nächsten Jahrzehnten die Ansprüche der bis 2050 auf 9 Mrd. Menschen anwachsenden Weltbevölkerung an pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln, an nachwachsenden Rohstoffen und an Bioenergie befriedigen zu müssen. Zugleich können landwirtschaftliche Produktionstechniken negative Auswirkungen auf Natur und Umwelt haben, was von der Gesellschaft zunehmend kritisch hinterfragt wird.
Das Leitbild der Nachhaltigkeit muss (verbindlich) konkretisiert werden. Ziele und Prinzipien müssen festgelegt werden, Indikatoren müssen ermittelt werden, mit deren Hilfe über die Zielerreichung objektiv geurteilt werden kann, Probleme müssen klar identifiziert werden können, ebenso erforderliche Maßnahmen zu ihrer Bewältigung.
Instrumente zur Messung, Bewertung und Steuerung von Nachhaltigkeit spielen eine immer wichtigere Rolle. Auch in der Landwirtschaft werden diese Konzepte diskutiert, entwickelt und erprobt. Im Rahmen des Workshops werden verschiedene Methoden und Modelle zur Bewertung von Nachhaltigkeit in Landwirtschaft und landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten sowie zur betrieblichen Entscheidungsunterstützung vorgestellt und erörtert.
Der Workshop soll verschiedene Gruppen zusammenbringen und evidenzbasierte Kriterien zur Nachhaltigkeit diskutieren. Ziel der Veranstaltung ist, die Möglichkeiten und Grenzen der vorgestellten Modelle zur Messung, Bewertung und Steuerung von Nachhaltigkeit auf landwirtschaftlichen Betrieben aufzuzeigen.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung zur Veranstaltung bis zum 17. Februar 2016 unbedingt erforderlich.

Programm

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