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Aktuelle Veranstaltungen

Workshop

Neue Methoden in der Tier- und Pflanzenzucht

Mittwoch, 19. Dezember 2018, Hörsaal 11, Universität Bonn, Institut für Tierwissenschaften, Endenicher Allee 15, 53115 Bonn

Seit der letzten Jahrtausendwende hat das Wissen über die Struktur und Funktion des Genoms drastisch zugenommen. Das Genom hunderter Spezies ist voll sequenziert und man beginnt die Variation funktionell zu verstehen. Biotechnologisch ist man in der Lage, Gene und Genome punktgenau zu editieren und möglicherweise die Funktion von Genen zu verstehen. Die Omics Revolution (strukturell und funktionell) hat eine „Offenlegung“ des Genpools bei Tieren und Pflanzen gebracht, wie sie bisher undenkbar war. Obwohl die klassischen Zuchtmethoden der quantitativen Genetik seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts beeindruckende Erfolge aufweisen, konnten die funktionalen Merkmale wie Robustheit, Langlebigkeit und Krankheitsresistenz nur langsam verbessert werden. Die Kenntnisse der Genomstruktur mit ihren hochauflösenden Genkarten haben eine epochale Wende in der Selektionsmethodik in Richtung der Nutzung genomischer Information gebracht. Die SNP-Markertechnologie hat das Züchtungsszenario bei Tier und Pflanze signifikant verändert, da jetzt schon bei sehr jungen Tieren vom Genotyp auf die Phänotypen geschlossen werden kann. Dadurch kann auf langwierige Phänotypisierungen der Nachkommen verzichtet werden. Hinausgehend über phänotypische Auswirkungen der strukturellen DNA Varianten haben Erkenntnisse über die nicht DNA-kodierte Genregulation (Epigenetik) neues Wissen zur Genotyp-Umwelt-Interaktion generiert, das in Zuchtprogrammen berücksichtigt werden kann. Zusammengefasst eröffnen die beschriebenen „neuen“ biotechnologischen Werkzeuge Möglichkeiten, nachhaltige Tier- und Pflanzenzucht in einer Welt mit abnehmenden natürlichen Ressourcen zu betreiben.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung bis spätestens zum 12. Dezember 2018 unbedingt erforderlich.

Programm

 

Expertenworkshop

Digitalisierung und Datenschutz in der Landwirtschaft

Donnerstag, 8. November 2018, Seminarraum 01.014 (Gebäude 1, Agrarwirtschaft), Fachbereich Agrarwirtschaft, Fachhochschule Südwestfalen, Lübecker Ring 2, 59494 Soest

Die Informations- und Kommunikationstechnologie in der Landwirtschaft befindet sich zurzeit am Übergang zu einer neuen Entwicklungsstufe. Durch die starke Zunahme der Rechen- und Speicherkapazität, selbst kleiner dezentraler Geräte, aggregierte Rechnerleistungen im Cloud-Computing und die immer leistungsfähigeren Telekommunikationsnetze wird aktuell der Übergang von „Precision Farming“, bei dem einzelne Arbeitsprozesse digitale Unterstützung erfahren, zum „Smart Farming“ bzw. zur „Landwirtschaft 4.0“, eingeläutet.

Parallel dazu vollzieht sich in den vor- und nachgelagerten Bereichen der Landwirtschaft ein Wandel zur webbasierten „Plattformökonomie“. Durch große Datenbestände und ausgefeilte Datenanalysen zur Kundenprofilierung werden die Vermittlung von Wissen & Informationen sowie von Waren und Dienstleistungen unterstützt. (Kunden-)Daten als der Rohstoff des 21. Jahrhunderts sind dabei, auf gesättigten Märkten vor den „klassischen“ Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital zum neuen wichtigsten Produktionsfaktor zu werden. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Veranstaltung mit den Themen IT-Sicherheit, Betriebssicherheit und Datenhoheit. Dabei sollen u.a. die folgenden Fragen diskutiert werden:
•Wem gehören die betrieblichen Daten, wie kann ich ihre vom Datenbesitzer nicht autorisierte Verwendung verhindern, wie sind Persönlichkeitsrechte an Daten zu wahren?
•Wie kann der Zielkonflikt Bürokratieabbau – Staatliche Kontrolle – Datenschutz aufgelöst werden?
•Was dürfen wir von neuen Möglichkeiten der Big Data Analyse und der Künstlichen Intelligenz erwarten? Wo lauern übertriebene Erwartungen?
•Was muss, soll und kann der Staat für die Digitalisierung in der Landwirtschaft leisten?
•Wie kann das Vertrauen der Landwirtschaft in die Datensicherheit und -hoheit gestärkt werden?
•Wie kann eine datenbasierte Landwirtschaft zur Nachhaltigkeit beitragen?

 Die Veranstaltung soll einen Überblick über vorhandene Systeme geben. Zielsetzung ist es, konkrete Konzepte und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung bis spätestens zum 31. Oktober 2018 unbedingt erforderlich. .

Programm

 

Expertenworkshop

Rückgang der Biodiversität - welche Rolle spielt der Pflanzenschutz?

Dienstag, 26. Juni 2018, Forum, Campus Klein-Altendorf der Universität Bonn, Klein-Altendorf 1, 53359 Rheinbach

Das Thema Biodiversitätsverlust wird zurzeit in Politik und Gesellschaft sehr intensiv diskutiert. Die verfügbaren Forschungsarbeiten weisen jedoch auf große Wissenslücken bezüglich der Ursachen hin. Immer wieder wird die Anwendung von chemischen Pflanzenschutzmitteln (PSM) in der Landwirtschaft als mögliche Ursache prominent genannt. Aktuelle Beispiele sind die Diskussion um die Wirkung großflächiger Glyphosat-Anwendungen oder die Rolle von Insektiziden im Kontext des Rückgangs von Fluginsekten. Im Rahmen des Expertenworkshops sollen im Anschluss an einen Überblick zu möglichen Ursachen für den Rückgang der Biodiversität folgende Fragestellungen im Vordergrund stehen:
• Welche wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse zur direkten und indirekten Wirkung von unterschiedlichen PSM auf die Biodiversität in der Agrarlandschaft (Produktionsflächen und Begleitflächen) sind verfügbar?
• Wie findet der Aspekt „Biodiversität“ im Zulassungsverfahren Berücksichtigung?
• Welche Maßnahmen können zur Verbesserung der Situation ergriffen werden? .

Programm

 

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