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Workshops

Das Ziel der Workshops ist, den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu umweltrelevanten Fragen der landwirtschaftlichen Produktion zu vermitteln, Lösungsansätze zu diskutieren und deren Effizienz bei der Umsetzung in die landwirtschaftliche Praxis zu bewerten. Hieraus leitet sich ab, dass die Zielgruppe klar auf den Personenkreis ausgerichtet ist, der direkt an der Umsetzung der Maßnahmen beteiligt ist.

Es wird Wert darauf gelegt, dass die Veranstaltungen über die bisherigen Fachkontakte hinausgehende vertiefte fachliche Diskussionen der Ergebnisse von Forschungsvorhaben und deren Umsetzbarkeit ermöglichen. Über den reinen Wissenstransfer hinaus sollen die Fachgespräche auch eine Plattform zur Identifizierung von Forschungsprioritäten aus der Sicht von Beratung und Praxis und ggf. auch für die Beantragung interdisziplinär vernetzter Forschungsanträge darstellen. Bei den bisherigen Fachgesprächen, zu denen sich Vertreter verschiedener Fachrichtungen und Institutionen zusammenfanden (Landwirtschaftskammern, Fachhochschule Soest, Verbände, Industrie, Ministerien), fand über den Erfahrungs- und Gedankenaustausch hinaus eine intensive Diskussion der besonders drängenden und aktuellen Probleme statt.   

Workshops der letzten Jahren

  

 22. November 2017

Universität Münster
Workshop

Alternativen zu Mais für die Biogasproduktion

 

In einigen Regionen in Deutschland hat der Maisanbau aufgrund der Verwendung in Biogasanlagen in den letzten Jahren deutlich zugenommen (in Nordrhein-Westfalen u.a. im Münsterland). In manchen Betrieben können Fruchtfolgen nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt realisiert werden. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Suche nach Alternativen zum Mais als Substrat für Biogas verschiedene Ziele:
• Minderung der Risikoanfälligkeit
• Erhöhung der Biodiversität
• Positiver Einfluss auf Bienen und Insekten
• Verknüpfung Biogasproduktion und ökologische Leistungen
Um den Ansatz der Veranstaltung einzugrenzen, wird nur die energetische Nutzung bislang bekannter Substrate betrachtet. Eine Betrachtung von Reststoffverwertung, Gülle und Festmist oder der stofflichen Verwertung erfolgt nicht. Veranstalter ist der Lehr- und Forschungsschwerpunkt „Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft“ in Zusammenarbeit mit dem Forschungsnetzwerk NRW-Agrar. Das Forschungsnetzwerk hat zum Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen zu verstärken, Synergieeffekte zu nutzen, sowie die Leistungsfähigkeit der Nordrhein-Westfälischen Agrarforschung gemeinsam besser zu kommunizieren.

  

 18. Oktober 2017

Universität Bonn, Hörsaal 11, Endenicher Allee 15, Bonn
Workshop

Tierwohl in der Geflügelhaltung

 

Heute zeichnet sich Landwirtschaft nicht nur durch einen hohen Spezialisierungs- und Technisierungsgrad aus. Die moderne Gesellschaft setzt sich vermehrt mit Aspekten der Landwirtschaft und Nutztierhaltung auseinander, die weit über die Ebene der Sicherstellung von Lebensmitteln hinausgehen. Schlagworte wie Nachhaltigkeit und Tierwohl sind heute aus der Primärproduktion nicht mehr weg zu denken. In diesem Spannungsfeld befindet sich auch die Produktion mit Wirtschaftsgeflügel, sowohl für Legehennen und deren Eier, wie auch für Mastgeflügel und deren Fleisch. Der Verbraucher knüpft seine Ernährungsgewohnheiten und Kaufentscheidungen zunehmend an die Haltungs- und Produktionsbedingungen der Nahrungsmittel tierischen Ursprungs. Die Haltung der Tiere ist dabei ein wesentliches Entscheidungskriterium. Im Abgleich der Anforderungen durch die Tiere selbst, die Verbraucher, die Produzenten sowie den Handel ergeben sich jedoch teilweise unterschiedliche Erwartungen und Anforderungen an die Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere vor allem in Bezug auf den Tierwohlaspekt. Nicht selten führt dies zu Zielkonflikten, die meist im landwirtschaftlichen Betrieb gelöst werden müssen. Der Workshop „Tierwohl in der Geflügelhaltung“ führt Experten aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen zusammen und setzt sich mit den Möglichkeiten der Bewertung von Tierhaltungssystemen für die Nutztierarten des Hausgeflügels auseinander. Mitveranstalter des Workshops ist das Kompetenznetzwerk Nutztierforschung NRW (KONN) des Forschungsnetzwerks NRW-Agrar. Das Forschungsnetzwerk NRW-Agrar wurde mit den Zielen gegründet, die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen zu verstärken, Synergieeffekte zu nutzen sowie die Leistungsfähigkeit der nordrhein-westfälischen Agrarforschung gemeinsam besser zu kommunizieren.

  

 25. und 26. September 2017

Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Düsse, Bad Sassendorf
Expertenworkshop

Tierwohl versus Umweltschutz - Schutzgüter im Konflikt?

 

Zwischen den beiden staatlichen Schutzzielen Tierschutz und Umweltschutz bestehen in zahlreichen Aspekten Zielkonflikte. So stehen häufig besonders tierfreundliche Haltungssysteme in der Diskussion, ungefilterte Emissionen in die Umwelt zu entlassen. Dagegen verhindern besonders umweltfreundliche Stallungen z.B. den Kontakt der Tiere mit Klimareizen. Der Expertenworkshop „Tierwohl versus Umweltschutz – Schutzgüter im Konflikt?“ hat zum Ziel, die bestehenden Zielkonflikte zwischen Tierwohl und Umweltschutz aufzuzeigen, verschiedene Stallbaulösungen vorzustellen sowie Kriterien zur Bewertung des Konfliktes zu diskutieren. Dabei werden zunächst in allgemeinen Einführungsvorträgen die grundsätzlichen Anforderungen an die Tierhaltung und den Umweltschutz sowie die sich daraus ergebenden Zielkonflikte dargestellt. Anschließend werden in tierartspezifischen Arbeitsgruppen (Rind und Schwein) beispielhaft die Querschnittsthemen Technik (Stallbau), Emissionen und Minderung (TA Luft) sowie Bewertungskriterien der Ökonomie und der Tiergerechtheit behandelt. Dabei sollen nicht nur die Anforderungen an Neubauten skizziert, sondern auch Verbesserungsmöglichkeiten in bereits bestehenden Ställen betrachtet werden. Der intensive Austausch von Expertinnen und Experten aus den beiden Bereichen der Tierhaltung und des Umweltschutzes ermöglicht eine interdisziplinäre und übergreifende Betrachtung der bestehenden Konflikte zwischen Tier- und Umweltschutz.  

  

 3. November 2016

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Bonn
Workshop

Nutztierhaltung, Antibiotikaeinsatz, Verbrauchergesundheit

 

Dem deutschen Erfassungssystem der Antibiotikaeinsätze in der Tierhaltung wird angelastet, dass es nicht mit demjenigen anderer wichtiger Erzeugerländer vergleichbar ist. Die 16. AMG-Novelle kann nur der erste Schritt der Erfassung des Antibiotikaeinsatzes auf einzelbetrieblicher Ebene sein und steht unter einem Evaluierungsvorbehalt. Die geforderte Verringerung des Einsatzes von antibiotischen Wirkstoffen sollte zwangsläufig zu einer Verbesserung der Prävention vor Erregereinschleppungen und -ausbreitungen in den landwirtschaftlichen Betrieben führen, da so weniger Tiere erkranken könnten und ggf. behandelt werden müssten. Genauso komplex und vielfältig wie die Ursachen, das Auftreten und die Verbreitung von Krankheiten in Tierbeständen sind, sind auch die Maßnahmen der Prävention. Wissenschaftlich begleitete Verbundprojekte zur Entwicklung von Strategien der Reduktion des Antibiotikaeinsatzes haben gezeigt, dass es sich immer um ein Bündel betriebsspezifischer Maßnahmen handelt, das zur Minimierung des Antibiotikaverbrauchs und damit des Eintrags resistenter Mikroorganismen in die Umwelt führt. Der Workshop beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Themen Antibiotikadatenbanken, Abbau von Umsetzungshemmnissen sowie die Verbesserung des gesundheitlichen Umwelt- und Verbraucherschutzes durch Wissenstransfer. Es sollen u.a. mögliche Ansätze erarbeitet werden, die zu einer verbesserten Umsetzung von Hygienemaßnahmen in den tierhaltenden Betrieben unter gleichzeitiger Akzeptanz der beteiligten Personen führen könnten.

  

 14. Juni 2016

Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Risweick, Kleve
Workshop

Stickstoff in Grünlandsystemen - Zuviel des Guten?

 

Stickstoff ist in Grünlandsystemen ein entscheidender Nährstoff für den Bodenhaushalt, die Pflanzen- und Tierernährung. Er trägt jedoch durch übermäßige und unsachgemäße Applikation zu schwerwiegenden nachteiligen Umweltwirkungen bei. Einerseits besteht die Forderung, den Proteinbedarf für Mensch und Nutztier zukünftig stärker über heimische und umweltfreundliche Produktion zu decken, andererseits sollen die N-Emissionen, die auch von Grünland ausgehen können, nachhaltig gesenkt und die Biodiversität erhöht werden. Eine qualitative und quantitative Optimierung der Proteinproduktion auf Grünland kann grundsätzlich dazu beitragen, dass Landwirte in benachteiligten Regionen wettbewerbsfähig bleiben. Der Bedarf an kostenintensiven importierten, weniger nachhaltig produzierten Eiweißquellen (z.B. importierte Sojaprodukte) könnte insgesamt gesenkt werden. Eine mehr grünlandbasierte Fütterung von Milch- und Fleischrindern kann die Konkurrenz zwischen Futter- und Lebensmittelproduktion entschärfen. Hohe Proteinkonzentrationen im Grünlandfutter erfordern jedoch ein hohes Niveau an N-Inputs über Düngung oder hohe Leguminosenanteile sowie frühe Schnitttermine und/oder intensive Beweidung. Damit können jedoch Artenrückgang, vermehrter Ausstoß klimaschädigender N-haltiger Gase sowie Trinkwasserverunreinigung mit Nitrat verbunden sein. Die größten Herausforderungen bestehen darin, die in großen Mengen vorhandenen Dünger tierischer Herkunft auf Grünland mit geringeren Emissionen als bisher auszubringen und die N-Effizienz entlang der gesamten Prozessketten zu erhöhen. Im Workshop sollen Wege aufgezeigt werden, wie sich der N-Haushalt im komplexen System Boden-Wasser-Pflanze-Nutztier-Mensch zukünftig so gestalten lässt, dass den unterschiedlichen Ansprüchen an die Grünlandnutzung angemessen Rechnung getragen wird. Zielsetzung der Veranstaltung ist die Diskussion neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und eine Bewertung hinsichtlich der Praxisrelevanz und -reife, um daraus den Handlungsbedarf und Handlungsoptionen für Praxis und Beratung abzuleiten.

  

 25. Februar 2016

Hochschule Rhein-Waal, Kleve
Expertenworkshop

Nachhaltigkeitsbewertung und -management in der Landwirtschaft

 

Nachhaltigkeit ist ein weltweit anerkanntes Leitbild für gesellschaftliches und politisches Handeln. Aber wann genau sind Wirtschaftsweisen und Entwicklungen nachhaltig und wann nicht? Der globale Agrarsektor steht vor der Herausforderung, in den nächsten Jahrzehnten die Ansprüche der bis 2050 auf 9 Mrd. Menschen anwachsenden Weltbevölkerung an pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln, an nachwachsenden Rohstoffen und an Bioenergie befriedigen zu müssen. Zugleich können landwirtschaftliche Produktionstechniken negative Auswirkungen auf Natur und Umwelt haben, was von der Gesellschaft zunehmend kritisch hinterfragt wird. Das Leitbild der Nachhaltigkeit muss (verbindlich) konkretisiert werden. Ziele und Prinzipien müssen festgelegt werden, Indikatoren müssen ermittelt werden, mit deren Hilfe über die Zielerreichung objektiv geurteilt werden kann, Probleme müssen klar identifiziert werden können, ebenso erforderliche Maßnahmen zu ihrer Bewältigung. Instrumente zur Messung, Bewertung und Steuerung von Nachhaltigkeit spielen eine immer wichtigere Rolle. Auch in der Landwirtschaft werden diese Konzepte diskutiert, entwickelt und erprobt. Im Rahmen des Workshops werden verschiedene Methoden und Modelle zur Bewertung von Nachhaltigkeit in Landwirtschaft und landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten sowie zur betrieblichen Entscheidungsunterstützung vorgestellt und erörtert. Der Workshop soll verschiedene Gruppen zusammenbringen und evidenzbasierte Kriterien zur Nachhaltigkeit diskutieren. Ziel der Veranstaltung ist, die Möglichkeiten und Grenzen der vorgestellten Modelle zur Messung, Bewertung und Steuerung von Nachhaltigkeit auf landwirtschaftlichen Betrieben aufzuzeigen.

  

 28. Oktober 2015

Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Riswick, Kleve
Workshop

Milchviehhaltung zwischen Tierwohl und Ökonomie

 

Verbraucher sowie Lebensmittelverarbeitung und -handel fordern zunehmend eine größere Beachtung des Wohlergehens landwirtschaftlicher Nutztiere. Nicht zuletzt aus diesen Gründen stehen landwirtschaftliche Betriebe vor der Herausforderung, das Wohlbefinden der von ihnen gehaltenen Tiere weiter zu verbessern. Daneben zeigen viele Untersuchungen, dass eine stärkere Beachtung der Bedürfnisse der Tiere auch zur Gesunderhaltung und Produktionssteigerung beitragen kann. Dabei hängt das Tierwohl von verschiedenen Faktoren wie z.B. einem guten Management, einer tiergerechteren Haltung aber auch von Zucht und Genetik ab. Ein erster großer Schritt zu mehr Tierwohl in der Milchviehhaltung war die Einführung von Laufställen. Diese führten allerdings dazu, dass heute bis zu 80 % der Milchkühe enthornt oder genetisch hornlos sind, da durch die Möglichkeit sich frei zu bewegen vor allem die Verletzungsgefahr für Mensch und Tier deutlich erhöht ist. Andererseits ist das Horn für Rinder ein wesentliches artgemäßes Kommunikationsmittel. Dies ist nur einer von vielen Zielkonflikten, die in der Veranstaltung aus unterschiedlichen Sichtweisen diskutiert werden. Ein weiterer Diskussionspunkt ist die kurze Nutzungsdauer von Milchkühen, speziell von solchen mit einer sehr hohen Milchleistung. Da die Kosten der Milcherzeugung jedoch wesentlich von Leistungsniveau abhängen, ist eine hohe Leistung für die Existenzfähigkeit milchviehhaltender Betriebe essentiell. Hier ist eine gesamtbetriebliche Betrachtungsweise unabdingbar, die Tierwohl und Ökonomie vereint. Auf den Betrieben der Zukunft müssen beide Aspekte optimiert sein. Wie dies in der Praxis gelingen kann, wird anhand eines Managementwerkzeuges zur Verbesserung des Wohlbefindens und der Nachhaltigkeit in der Milchviehhaltung vorgestellt, das auf jeden Betrieb eingesetzt werden kann.

  

 1. September 2015

Campus Klein-Altendorf der Universität Bonn, Rheinbach
Expertenworkshop

Entwicklungs- und Innovationspotentiale von Arznei und Gewürzpflanzen in Nordrhein-Westfalen

 

Die Arznei- und Gewürzpflanzen sind pflanzliche Ausgangsprodukte für eine Vielzahl von modernen Produkten im Arznei- und Lebensmittelbereich mit einer hohen Wertschöpfung. Der Anbau dieser Kulturen trägt aufgrund seiner Risikoanfälligkeit und des hohen Investitions-bedarfes alle Merkmale einer Nischenkultur. Allerdings hat der Anbau auch eine hohe gesellschaftliche Wertschätzung, weil hiermit eine Umweltentlastung beispielsweise durch einen geringen Pflanzenschutzmitteleinsatz sowie ein naturnaher Anbau verbunden werden. Zudem leistet der feldmäßige Anbau von 125 verschiedenen Kulturpflanzenarten einen überdurchschnittlichen Beitrag zur Biodiversität. Damit sich der Anbau in Deutschland im internationalen Wettbewerb etablieren kann, müssen die Produktionsbedingungen optimiert werden. Dazu ist eine Begleitung der Prozesse durch Forschung und Politik erforderlich. Ziel der Veranstaltung ist es, die Chancen und Potentiale von Arznei-und Gewürzpflanzen in der gesamten Wertschöpfungskette von Züchtung über Anbau und Verarbeitung bis hin zur Vermarktung aufzuzeigen sowie die verschiedenen Akteure der Kette zusammen zu bringen und zu vernetzen. Es soll diskutiert werden, welchen Beitrag Nordrhein-Westfalen als vielfältiges Agrar- und Industrieland hierzu leisten kann und wie länderspezifische Interessen gebündelt und kommuniziert werden können.

  

 6. Februar 2015

WGZ Bank, Düsseldorf
Expertenworkshop

Pachtpreisanpassungsklauseln richtig gestalten und verwenden

 

Mit einem Pachtflächenanteil von über 60% kommt dem Pachtmarkt eine zentrale Rolle in der deutschen Landwirtschaft zuteil. Nicht nur vor dem Hintergrund steigender Pachtpreise zeigt sich, dass Entwicklungen auf dem Pachtmarkt einen maßgeblichen Einfluss auf die Ergebnisse und Handlungsmöglichkeiten landwirtschaftlicher Betriebe haben. Fragen zur Höhe von Pachtpreisen sowie der Pachtausgestaltung sind daher essentiell. Aufgrund steigender Markt- und Produktionsrisiken und einer zunehmenden Risikoexponierung landwirtschaftlicher Betriebe rücken zudem Fragen des Risikomanagements in den Vordergrund. Erfahrungen aus anderen Ländern und wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, dass die Ausgestaltung von Pachtpreisen hierzu einen signifikanten Beitrag leisten könnte. Eine Flexibilisierung von Pachtpreisen soll dabei dazu genutzt werden, Risiken zwischen Pächter und Verpächter aufzuteilen. Die Übernahme von Teilen des Risikos durch den Verpächter soll durch ein höheres Pachtpreisniveau abgegolten werden. Relevanz und Akzeptanz solcher Anpassungsmechanismen hängen jedoch von Struktur und Präferenzen der Pächter und Verpächter sowie den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ab. In diesem Workshop sollen Potentiale, Praxisrelevanz und mögliche Ausgestaltungen flexibler Pachtpreisregelungen für Nordrhein-Westfalen analysiert werden. Ziel der Veranstaltung ist es, eine Systematik verschiedener Pachtanpassungsmodelle zu entwickeln, wie Pachtverträge abgeschlossen werden können (Erarbeitung eines „Werkzeugkoffers“ für die Praxis). Zentraler Aspekt ist der Zusammenhang zwischen Preisgestaltung und Pachtdauer.

  

 30. Oktober 2014

Forum, Campus Klein-Altendorf der Universität Bonn, Rheinbach
Expertenworkshop

Dauerkulturen - Auswirkungen auf die Böden

 

Der in Deutschland jährlich ausgelobte Boden des Jahres ist in 2014 der Weinbergsboden. Diese Nutzung und die daraus hervorgegangenen besonderen Böden berühren in besonderer Weise die Schnittstelle von Gartenbau und Bodenkunde. Gleiches gilt für andere Dauerkulturen wie z.B. Baumschulen, Zierpflanzen und Hopfenanbau sowie den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen. Oft gibt es regionale Schwerpunkte dieser Bodennutzung mit langer Tradition, so dass die Böden eine eigene Prägung erhalten haben. Andere Nutzungen und Kulturpflanzen sind relativ neuartig (z.B. Miscanthus, Agrarholz), und die Folgen für die Bodeneigenschaften sind noch unzureichend bekannt. Dabei stellen Dauerkulturen besondere Ansprüche an die Bodenfunktionen und bedingen oft besondere Maßnahmen der Bodenbewirtschaftung. Diese resultieren z.B. aus fehlenden Fruchtfolgen, eingeschränkten Möglichkeiten der Bodenbefahrung sowie Bearbeitung. Daraus ergeben sich einerseits eine langjährige Bodenruhe und andererseits ein erhöhtes Risiko der Bodenverdichtung in Fahrspuren, zudem eine einseitige Nährstoffausnutzung bei reduzierten Möglichkeiten im Düngungsmanagement und Pflanzenschutz sowie phytosanitäre Probleme und Nachbauproblematik. Ziel der Veranstaltung ist es, den Kenntnisstand über die Konsequenzen von Dauerkulturen und ihrer Bewirtschaftung für die Eigenschaften und Ertragsleistung von Böden zu präsentieren. Dadurch soll nicht zuletzt die Akzeptanz von Dauerkulturen und insbesondere der vielfach noch neuartigen Nachwachsenden Rohstoffe erhöht werden. Zu folgenden Themenkomplexen wird vorgetragen:
1) Kohlenstoff- und Nährstoffdynamik,
2) Bodenökologie und Bodenbiodiversität,
3) Nachbauproblematik,
die zudem übergreifende Aspekte wie z.B. die Bodenruhe, Bodenbefahrung und Besonderheiten im Pflanzenschutz berühren. Im Rahmen der Veranstaltung werden die Nachwachsenden Rohstoffe den klassischen Dauerkulturen gegenüber gestellt und die Übertragbarkeit von Problemlagen und Lösungsansätzen diskutiert.

  

 30. September 2013

Kreisstelle Hochsauerlandkreis Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Meschede
Expertenworkshop

Extensivierung, Intensivierung oder Diversifizierung – Wie kann Grünland in NRW nachhaltig genutzt und erhalten werden?

Grünland ist ein wesentlicher und prägender Bestandteil nordrheinwestfälischer Landschaften. Neben verschiedenen futterbaulichen Nutzungszielen erfüllen Wiesen und Weiden vielfältige gesellschaftlich relevante Funktionen. Hierzu zählen unter anderen Lebensraum für wildlebende Tier- und Pflanzenarten, Ort für Erholung und Freizeitgestaltung, zur Produktion von Trinkwasser, Nachwachsender Rohstoffe und Erneuerbarer Energie.
Doch die Grünlandfläche in Nordrhein-Westfalen ist seit Jahrzehnten stark rückläufig. Allein in den Jahren 2003-2007 betrug die Abnahme 5,1% bezogen auf die Gesamtfläche. Als Ursachen für diese Entwicklung sind Nutzungsänderungen, wie Umbruch, Aufforstung und Bebauung aber auch das Brachfallen von Grünlandflächen zu sehen. Der Verlust von Grünland kann jeweils nur gestoppt werden, wenn die landwirtschaftliche Nutzung der vorhandenen Flächen nachhaltig sichergestellt werden kann. Dabei stellt sich die Frage, wie die vielfältigen Potentiale des Grünlandes zukünftig am besten genutzt werden können.
Im Rahmen des Workshops sind Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Beratung, Landwirtschaft, Naturschutz und Politik eingeladen, die Herausforderungen und Chancen für die landwirtschaftliche Nutzung von Grünland sowie die Umsetzung von Umwelt- und Naturschutzzielen im Grünland unter den regional unterschiedlichen naturräumlichen und ökonomischen Bedingungen in NRW zu diskutieren.

  

 26. und 27. September 2013

Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Düsse, Bad Sassendorf
Expertenworkshop

Tierwohl in der Landwirtschaft

In den letzten Jahren werden zunehmend Diskurse über das Mensch-Tier-Verhältnis geführt. In jüngster Vergangenheit steht dabei das Wohlbefinden landwirtschaftlicher Nutztiere im Focus der öffentlichen Wahrnehmung. Diskussionen um die Kastration männlicher Ferkel sowie das Kupieren der Ringelschwänze in der Schweinehaltung oder die Hornentfernung bei Kälbern machen deutlich, dass das Tierwohl eine grundsätzliche Forderung der Verbraucher darstellt. Dabei stehen bioethische Debatten im Vordergrund, wobei diese zumeist durch ein anthropozentrisches Weltbild geprägt sind. Derzeit wird das Wohlbefinden landwirtschaftlicher Nutztiere überwiegend durch indirekte Beurteilung mittels Gesundheits- und Leistungsparametern sowie der Haltungs- und Managementbedingungen eingeschätzt und bewertet. Nach wie vor besteht Forschungsbedarf bezüglich der direkten Messbarkeit von Tierwohl. Bislang wird der Begriff oft emotional diskutiert und stellt häufig eine anthropomorphe Einschätzung dar.
Der Expertenworkshop „Tierwohl in der Landwirtschaft“ soll die Diskussion zu Anforderungen und Lösungsansätzen für eine Verbesserung der Haltungsbedingungen landwirtschaftlicher Nutztiere anregen. Die Darstellung der politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen inklusive der bioethischen Dimension wird ergänzt durch Beispiele aus der landwirtschaftlichen Praxis sowie Aktivitäten der Wirtschaft.

 

 26. Juni 2013

Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
Interner Expertenworkshop

Ressourceneffizienz als Beitrag zu einer nachhaltigen Landwirtschaft

Das Thema Ressourceneffizienz ist ein wichtiges Zukunftsthema und erscheint geeignet, eine inhaltliche Klammer für das Forschungsnetzwerk zu bilden, da alle Disziplinen hier einbezogen werden können. Im Rahmen der Veranstaltung soll diskutiert werden, welche primären Aufgaben die deutsche oder speziell die nordrhein-westfälische Landwirtschaft im Rahmen der Intensivierung und zur Steigerung der Ressourceneffizienz zu erfüllen hat. Welche Aspekte kann/sollte das Forschungsnetzwerk NRW-Agrar aufgreifen und vernetzt bearbeiten. Die Veranstaltung soll zum "Agenda-Setting" für das Forschungsnetzwerk dienen.

 

 4.März 2013

Hörsaal 11, Endenicher Allee 15, Bonn
Workshop

ILUC - Quantifizierung, Unsicherheiten und (politische) Konsequenzen

Unter indirekter Landnutzungsänderung (ILUC) versteht man die Zunahme der Ackerflächennutzung an anderen Standorten als am Ort der unmittelbaren Nutzungsänderungen zugunsten von Energiepflanzen (Raps, Mais etc.) z.B. in Deutschland/Europa oder den USA. Hierbei wird möglicherweise an anderer Stelle auf der Welt ökologisch wertvolle Fläche (Regenwald, Moore, Feuchtgebiete etc.) umgebrochen und in die landwirtschaftliche Produktion aufgenommen. Die direkten Landnutzungsänderungen von Regenwäldern oder Torfmooren für den Anbau von Energiepflanzen und Herstellung von Biokraftstoffen sind in Europa bereits heute untersagt. Für die indirekt auftretenden Landnutzungsänderungen soll ein ILUC-Faktor in die Klimabilanz von Biokraftstoffen aufgenommen werden. Ein neuer Richtlinienentwurf der EU-Kommission sieht vor, dass Biotreibstoffe in der Periode nach 2020 nur noch dann für die Erreichung der Klimaschutzziele der EU angerechnet werden sollen, wenn sie – unter Einbezug der ILUC-verwandten Emissionen – zu deutlichen Treibhausgaseinsparungen führen und nicht aus Kulturen die für Nahrungs- und Futtermittel genutzt werden, hergestellt werden. Ziel des Workshops ist es, aus wissenschaftlicher Sicht die Methodik zur Ermittlung der indirekten Landnutzungsänderungen vorzustellen, Unsicherheiten bei der Modellierung zu diskutieren und (politische) Konsequenzen aufzuzeigen.

  

 21. Juni 2012

Universitätsclub Bonn e.V., Konviktstr. 9, Bonn
Workshop

Antibiotikaeinsatz in der Tierhaltung – aktuelle Risikobewertung und zukünftige Minimierungsstrategien

Das Ausmaß der Anwendung von Antibiotika bei Nutztieren wird aufgrund der damit verbundenen Entwicklung von Resistenzen seit längerem kritisch bewertet. Sowohl in Europa als auch in Nordamerika warnen Wissenschaftler vor dem Risiko der Zunahme mehrfach resistenter Bakterienstämme, die die medizinische Versorgung von Menschen und Tieren verkomplizieren.
Der geplante Workshop betrachtet die aktuelle Risikobewertung zur Resistenzdynamik aufgrund des Antibiotikaeinsatzes in der Nutztierhaltung auf unterschiedlichen Ebenen (Stall, Umwelt, Krankenhaus, etc.).
Gleichzeitig geht es aber auch um neue Ansätze für nachhaltige Vermeidungsstrategien. Eine Reduzierung der Anwendung von Antibiotika setzt Forschung und Entwicklung auf interdisziplinärer Ebene sowie Motivation und Verantwortung öffentlicher und privater Akteure voraus. Beides soll die Veranstaltung anregen.
Inhalte und Ergebnisse des Workshops sowie der anschließenden Podiumsdiskussion bilden eine Grundlage für die Beantragung von Forschungsgeldern aus dem EU-Forschungsrahmenprogramm.
Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Wissenschaftler und Fachberater als auch an Vertreter von Aufsichtsbehörden sowie landwirtschaftlichen und veterinärmedizinischen Praxis.
Am Nachmittag treffen sich Arbeitsgruppen zu drei Themenschwerpunkten.

  

 24. Mai2012

Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Völklinger Straße 49, 40221 Düsseldorf
Expertenworkshop

Vollversammlung Forschungsnetzwerk NRW-Agrar – Interner Workshop zum Anstoß eines Leitbildprozesses des Forschungsnetzwerks

Anlässlich der letzten Besprechung der Strategieplattform des Forschungsnetzwerks NRW-Agrar wurde beschlossen, dass sich das Netzwerk zukünftig verstärkt mit strategischen Fragestellungen beschäftigen soll. Zielsetzung der Strategieplattform ist es, ein Leitbild für die Arbeit des Forschungsnetzwerks und eine positive Vision für die Zukunft der Agrarforschung in NRW zu entwickeln. Um diesen Prozess auf eine breite Basis zu stellen, wurde festgelegt, dass die Thematik zunächst auf einer Vollversammlung des Forschungsnetzwerk mit allen Mitgliedern der Strategieplattform sowie der Informationsplattformen Pflanzenproduktion, Tierproduktion (KONN) und WISO diskutiert werden soll. Im ersten Block geht es um die Bestandsaufnahme bisheriger Strukturen und Abläufe. Hierbei soll diskutiert werden, ob die gesetzten Ziele erreicht wurden und wie die zukünftige Zusammenarbeit aussehen soll. Im zweiten Block sollen zukünftige Forschungsthemen identifiziert werden, mit denen sich das Agrarforschungsnetzwerk profilieren kann mit Ziel gemeinsamer Verbundprojekte und einer besseren Sichtbarkeit nach außen. Im dritten Block wird schließlich die weitere Entwicklung des Forschungsnetzwerk diskutiert und der Leitbildprozess soll angestoßen werden.

    

 18. Januar 2012

Hörsaal 12, Institut für Landtechnik, Nußallee 5, Bonn
Workshop

Präzisionslandwirtschft im Ökologischen Landbau: Stand der Technik und ihr Einsatz in der Praxis

Verfahren der Präzisionslandwirtschaft wurden ursprünglich nicht primär für den Ökologischen Landbau und seine Bedarfe konzipiert. Gleichwohl sind Anwendungen zum
- Management der Kulturpflanzenbestände (Standort- und Ertragskartierung, teilflächenspezifische Düngung und
   Bearbeitungsmaßnahmen),
-  Maschineneinsatz (Routenplanung, Standortüberwachung, Parallelfahrsysteme) und
- Betrieb (Qualitätsmanagement durch automatische Datenerfassung) potentielle Einsatzbereiche.
Die mit dem Konzept der Präzisionslandwirtschaft angestrebte Optimierung der Betriebsabläufe im Hinblick auf Ressourcenschonung, Umweltentlastung und Umweltleistungen werden übergreifend den derzeitigen Sachstand beschreibend und kommentierend dargestellt; Fachvorträge widmen sich speziellen Themenbereichen, Praktiker berichten zum Einsatz dieser spezifischer Techniken in ihren Betrieben und bisherige Erfahrungen sowie daraus resultierende Wünsche an die Weiterentwicklung. Das abschließende Gesprächsforum aller Workshop-Teilnehmer ist Grundlage eines Synthesepapiers, das Entscheidern in Politik, Verbänden und der Industrie zur Förderung der weiteren Entwicklung zugeleitet werden kann. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Wissenschaftler als auch an Fachberater und Vertreter aus Industrie und landwirtschaftlicher Praxis.

  

 16. November 2011

Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, Schwannstr. 3, Düsseldorf
Expertenworkshop

Chlamydieninfektion bei Milchkühen – Prävalenz, Prävention und zoonotisches Potential

Chlamydien bilden eine Familie von Bakterien, die ubiquitär vorhanden sind. Sowohl Menschen als auch Tiere können sich infizieren. Daraus ergab sich in der Vergangenheit der serologisch begründete Verdacht des zoonotischen Potentials von Chlamydieninfektionen bei landwirtschaftlichen Nutztieren. Die aktuelle Forschung rund um Chlamydiosen bei Milchkühen beschäftigt sich mit folgenden Fragen:
• Welche Bedeutung haben Chlamydiosen bei Milchkühen für die Milchviehhalter?
• Wie weit sind Chlamydien in Milchviehherden verbreitet?
• Welches Problem stellen sie in Milchviehherden dar?
Die Vorträge geben Ihnen einen Einblick in den aktuellen Stand der Forschung. Ziel der Veranstaltung ist es, diese und weitere Fragen intensiv zu diskutieren. 

  

 30. September 2011

Brinkmann-Saal, Institut für Landtechnik, Bonn
Fachgespräch

Elektronikeinsatz Milchviehhaltung - Anwendungsübergreifende Datennutzung

Im Rahmen des im vergangenen Jahr durchgeführten Expertenworkshop „Früherkennung von Stoffwechselstörungen bei Milchkühen durch Elektronikeinsatz“ wurde erneut deutlich, dass Daten in verschiedenen Bereichen der Milchviehhaltung gewonnen und genutzt werden. Dabei entwickelte sich eine intensive Diskussion, wie diese Daten den unterschiedlichen Nutzern (Milcherzeuger, Berater, Kontrollverbände, Veterinärmediziner, Herstellerfirmen etc.) aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden können.
Vor diesem Hintergrund wird in diesem Fachgespräch der Nutzen eines anwendungsübergreifenden Datenaustauschs in der Milcherzeugung diskutiert. Die geplanten Vorträge befassen sich mit den Anforderungen an die automatische Datengewinnung, Datenbereitstellung und Datenauswertung sowie mit Beispielen für Anwendungen in Praxis und Wissenschaft. 

  

 20./21. Juli 2011

Andreas Hermes Akademie, Bonn-Röttgen
Expertenworkshop

Emissionsminderung Tierhaltung - Abluftreinigung

Bei der Standortdiskussion von geplanten Tierställen kommt es immer wieder dazu, dass die Anwohner den Einsatz einer Abluftreinigungsanlage fordern, um die luftgetragenen Emissionen im Nahbereich des Stalles vorbeugend zu mindern. Diese Forderung ist für die Antragsteller mit weit-reichenden Konsequenzen verbunden, was die baulich-technische Gestaltung des Stalles und die wirtschaftliche Gesamtbewertung der geplanten Tierhaltung angeht. Aber auch die Abluftreinigungstechnik selbst hat sich deutlich in dem letzten Jahrzehnt fortentwickelt, weil Neuanlagen eine DLG-Prüfung nachweisen müssen und hierdurch viele Mängel aus der „Pionierphase“ beseitigt werden konnten.
Zielsetzung der Veranstaltung ist es, den derzeitigen Wissensstand und die aktuellen Erfahrungen im Umgang mit dieser recht jungen Technik zu diskutieren. Dabei sollen Vertreter der beteiligten Interessengruppen „Industrie“, „Tierhalter“, „Planer und Berater“ sowie der „Wissenschaft“ über die verschiedenen Aspekte der Abluftreinigungstechnik zu Wort kommen, um sachlich fundierte Zukunftsentscheidungen treffen zu können. 

  

 11. April 2011

Gustav-Stresemann-Institut, Langer Grabenweg 68, 53175 Bonn
Expertenworkshop

Preisbildung auf Agrarmärkten, Spekulationen, Ernährungssicherung

In den letzten zehn Jahren hat die Zahl der Hungernden weltweit zugenommen und liegt nun bei knapp einer Milliarde Menschen. Im selben Zeitraum sind die Preise für Grundnahrungsmittel und Treibstoffe weltweit kontinuierlich angestiegen und zudem geprägt von unvorhersehbaren Preisspitzen und –stürzen. Der FAO Preisindex ist aktuell höher als während der Nahrungsmittelkrise 2008 und auf dem Höchststand seit seiner Einführung in 1990.
In zahlreichen Projektländern der Welthungerhilfe wie etwa Äthiopien, Burundi, Kambodscha, Tadschikistan oder Indien sind zum Teil hohe Preissteigerungen in den letzten fünf Monaten zu verzeichnen. Der Kaufkraftverlust führt dazu, dass arme Familien in Entwicklungsländern einen unverhältnismäßigen Anteil ihres Einkommens für Nahrungsmittel aufwenden und in den Hunger abrutschen. Sie essen dann noch weniger und sind gezwungen, bei Ausgaben für Gesundheit, Bildung und Familienplanung zu kürzen.
Der Workshop will den Ursachen hoher und volatiler Agrarrohstoffpreise auf den Grund gehen und die Konsequenzen für die Ernährungssicherheit in Entwicklungsländern aufzeigen. Diskutiert wird ferner über dringliche Politikmaßnahmen der Weltgemeinschaft und der von Hunger betroffenen Länder, mit denen eine neue globale Ernährungskrise abgewendet werden kann. 

    

 9. Februar 2011

Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW, Schwannstr. 3, Düsseldorf
Expertenworkshop

Erschließung von regionalen Absatzpotentialen für die Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen

Eine aktive Vermarktung der Produkte wird von den Landwirten oft als nicht gewinnbringend und somit nicht als notwendige Aufgabe angesehen. Auf der anderen Seite kann die aktive Vermarktung neue Märkte bzw. Absatzwege erschließen, möglicherweise sogar mit dem Effekt, höhere Preise zu erzielen.
Ziel des Workshops ist es, einen Beitrag zur Professionalisierung der Landwirtschaft im Bereich der Regionalvermarktung zu leisten. Hierzu wird zunächst der theoretische Hintergrund aufgezeigt. Anschließend werden anhand von verschiedenen erfolgreichen Beispielen, Ansatzpunkte zur praktischen Umsetzung von Vermarktungsmöglichkeiten (Direktvermarktung, Erzeugergemeinschaften) aus unterschiedlichen Blickwinkeln (Beratung, Lebensmitteleinzelhandel, Landwirtschaft) vorgestellt. 

 

 11. November 2010

Fachhochschule Südwestfalen, Fachbereich Agrarwirtschaft, Lübecker Ring 2, 59494 Soest
Expertenworkshop

Vermeidung von Bodenschadversichtungen

Bodenverdichtungen sind nach den Vorgaben des Bundes-Bodenschutzgesetzes und dem Anhang 3 der EU-Cross-Compliance-Regelung so weit wie möglich zu vermeiden. Besonders kritisch sind irreversible Bodenschadverdichtungen, die bis in den Unterboden reichen, wie sie von Sonderstandorten oder im Bereich der Vorgewende bekannt sind. Die Ursachen sind standortspezifisch, bodenfeuchteabhängig und bewirtschaftungsbedingt. Bodenschadverdichtungen können die Ertragsfähigkeit der Böden vermindern, aber auch verschiedene andere Bodenfunktionen, wie z.B. die Funktionen im Naturhaushalt als Lebensraum für Bodenorganismen sowie als Wasser- und Kohlenstoffspeicher beeinträchtigen.

Ziel des Workshops soll es sein, vor dem Hintergrund der rechtlichen Anforderungen den aktuellen Sachstand zur Erkennung und Bewertung von Bodenschadverdichtungen sowie Maßnahmenkonzepte u.a. im Bereich der Landtechnik darzustellen

  

23. September 2010

Landwirtschaftszentrum Haus Düsse, Ostinghausen, 59505 Bad Sassendorf
Expertenworkshop

Früherkennung von Stoffwechselstörungen bei Milchkühen durch Elektronikeinsatz

Viele zukunftsorientierte Milchviehhalter haben in den letzten Jahren ihre Tierbestände aufgestockt oder beabsichtigen, bald eine Bestandsvergrößerung durchzuführen. Die durchschnittliche Herdengröße ist hierdurch in Deutschland stark angestiegen, wobei in Tierbeständen über 200 Kühen davon auszugehen ist, dass ohne Fremdarbeitskräfte die Arbeit nicht mehr von einem Familienbetrieb zu bewältigen ist.

Aus dieser Situation ergibt sich die Notwendigkeit, elektronische Informationssysteme einzusetzen, die bereits in vielen Milchviehherden in den unterschiedlichen Bereichen Einzug gefunden haben. Die elektronische Tieridentifizierung ist eine Schlüsseltechnologie, die sehr viele Anwendungen erst ermöglicht hat. In sehr frühen Entwicklungen standen die Fruchtbarkeit und die klassischen Melkparameter im Vordergrund (z. B. Gemelksmenge, Milchfluss). Derzeit konzentrieren sich die Entwicklungen auf die Früherkennung von Stoffwechselstörungen.

Diese Entwicklung soll vom Forschungsnetzwerk NRW zum Anlass genommen werden, den aktuellen Stand des Wissens zum elektronischen Sensoreinsatz und zur PC-gestützten Dateninterpretation in einem Workshop zu diskutieren und den aktuellen Handlungsbedarf für Forschung und Beratung zu formulieren.

  

29. und 30. Juni 2010

Andreas Hermes Akademie, Bonn Röttgen
Expertenworkshop

Emissionsminderung Tierhaltung - Klimarelevante Gase und Bioaerosole

Klimarelevante Gase und die Bioaerosole zählen zu den Emissionen aus Tierställen, die zwar noch keinen gesetzlichen Auflagen unterliegen, aber im Genehmigungsverfahren häufig diskutiert wer-den. Durch die öffentliche Diskussion um den Klimawandel haben die „Treibhausgase“ nicht nur bei Industrievorhaben eine hohe Beachtung erlangt. Auch die Tierhaltung ist in die Kritik geraten. Dabei werden besonders der Ausstoß von Methan (CH4) und Lachgas (N2O) betrachtet, weil beide Gase eine deutlich stärkere Wirkung als Kohlendioxid (CO2) haben. Das Thema wird auch über die Medien und den Handel fokussiert, weil „Carbon Footprints“, also die Klimawirkung der Produkte, zukünftig bei Kaufentscheidungen berücksichtigt werden sollen.

Bioaerosole sind Feinstäube, die biologischen Ursprung sind und eine gesundheitsschädigende Wirkung auf Tiere und Menschen haben können. Besonders diese Stoffgruppe wird in Genehmi-gungsverfahren sehr emotional diskutiert, weil Anwohner Ängste vor eigenen Infektionsrisiken haben bzw. vor möglichen Erkrankungen ihrer Tiere. Somit geht es nicht nur um Abstände zwischen Stall und Anwohnern, sondern auch um die Abstände zwischen verschiedenen Ställen.

Ziel des Workshops ist die Versachlichung der Diskussion im Genehmigungsverfahren durch die Veranschaulichung verschiedener Perspektiven.

 

10. und 11. März 2010

Landwirtschaftszentrum Haus Düsse, Ostinghausen, 59505 Bad Sassendorf
Expertenworkshop

Systematik des Risikomanagements in der Landwirtschaft

Das Forschungsnetzwerk NRW-Agrar veranstaltet gemeinsam mit dem Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Umweltverträgliche und Standortgerechte Landwirtschaft" am 10. und 11. März 2010 im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse, Bad Sassendorf einen Expertenworkshop zum Thema "Systematik des Risikomanagements in der Landwirtschaft". Ziel des Workshops ist die Entwicklung einer Konzeption für einen Leitfaden Risikomanagement in der Landwirtschaft. Dabei sollen die einzelnen Schritte der Risikoanalyse durchleuchtet werden:

  • Risiken erkennen und quantifizieren,
  • Instrumente analysieren und bewerten,
  • Entscheidungsfindung und Kontrolle.

  

19. November 2009

Seminarraum Institut für Geodäsie und Geoinformation, Professur für Städtebau und Bodenordnung, Nussallee 1, Bonn
Expertenworkshop

Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel 

Donnerstag, 19. November 2009, Klima und Landwirtschaft sind schon immer eng miteinander verbunden. Qualität und Höhe des Ertrags sind in erster Linie von günstigen Temperaturen und Niederschlägen abhängig. Darüber hinaus können Extremwetterereignisse wie Hagel, Sturm, Dürre oder Starkregen Ackerkulturen zerstören und zu Ernteeinbußen führen. Die zu erwartenden Klimaänderungen werden die Landwirtschaft unmittelbar betreffen. Auch indirekt beeinflusst der Klimawandel die landwirtschaftliche Produktion, da bei voraussichtlich steigenden Temperaturen und einer erhöhten Luftfeuchtigkeit die Gefährdung durch Krankheitserreger steigt.
Selbst wenn wir es schaffen, die Treibhausgasemissionen in den nächsten Jahren drastisch zu reduzieren: eine weitere globale Erwärmung gilt als sicher. Daher sind Maßnahmen zur Anpassung an die nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels zwingend erforderlich. Anpassung bedeutet in diesem Zusammenhang, sich ergebende Chancen zu nutzen und die Risiken und Schäden der Auswirkungen des Klimawandels zu verringern.
Einerseits wird die Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen von den zu erwartenden Klimaänderungen voraussichtlich profitieren, denn wärmere Temperaturen und eine damit verbundene längere Vegetationsperiode können bei ausreichender Wasserverfügbarkeit zu Ertragssteigerungen führen. Andererseits kann es in Regionen, in denen die Böden eine geringe Wasserspeicherkapazität haben, zu Ertragsrückgängen kommen. Auch das infolge von Starkniederschlägen zunehmende Erosionsrisiko kann zu erheblichen Schäden führen. Generell kann es bei geänderten klimatischen Bedingungen zu einer deutlichen Verschiebung der Anbauzonen kommen.
Als Betroffene des Klimawandels muss die Landwirtschaft reagieren und sich an die verändernden Bedingungen anpassen. Der Workshop diskutiert aktuelle Erkenntnisse zu möglichen Folgen des Klimawandels für die Landwirtschaft in NRW, zeigt klimarelevanten Wirkungsketten aus den Bereichen „Produktionstechnik“, „Umwelt“ und „Ökonomische Konsequenzen“ auf und entwickelt Anpassungsoptionen.

28./29. September 2009

Andreas Hermes Akademie Bonn Röttgen
Expertenworkshop

Emissionsminderung Tierhaltung – Ammoniak und Stäube 

Wenn es um Emissionen aus der Tierhaltung geht, wird derzeit über die Themenbereiche Gerüche, Ammoniak, Stäube und neuerdings auch klimarelevante Gase (insbesondere Methan) diskutiert. Damit die Diskussion nicht zu breit wird, befasst sich dieser Workshop zunächst mit den Emissionen von Stickstoff (bzw. Ammoniak) und Stäuben. Zu diesen Bereichen liegen bereits einige Ergebnisse und Forschungsarbeiten vor, die in dem Workshop vorgestellt und diskutiert werden sollen. Insbesondere zum Ammoniak gibt es viele Untersuchungen und Zahlen, die auch eine Kosten/Nutzen-Betrachtung von Minderungsmaßnahmen zulassen. Zudem sollen durch die Veranstaltung die einzelnen Akteure, die z.B. auch im Rahmen von Genehmigungsverfahren zusammenarbeiten, zusammengeführt werden.

  
 

25. September 2009

Universitätsclub, Bonn
Expertenworkshop

Erfolgsfaktoren einer gemeinschaftlichen Getreidevermarktung unter Berücksichtigung von stufenübergreifenden Qualitätssicherungssystemen und der Einführung regionaler Qualitätsmarken

Der Getreideanbau spielt in NRW eine besondere Rolle. Mittelfristig wird durch die zunehmende Internationalisierung der Lebensmittelrohstoffmärkte ein verschärfter Wettbewerb auf den Getreidemärkten erwartet. Im abgeschlossenen USL Forschungsprojekt „Untersuchungen zu Erfolgsfaktoren einer gemeinschaftlichen Getreidevermarktung in NRW unter Berücksichtigung von stufenübergreifenden Qualitätssicherungssystemen und der Einführung regionaler Qualitätsmarken“ wurden Möglichkeiten zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des heimischen Getreideanbaus im Hinblick auf nutzbare Vermarktungsvorteile umfassend erkundet. Im Workshop werden die Ergebnisse des Projekts diskutiert und die Akteure aus dem Bereich zusammengeführt

 
  

12. August 2008

Versuchsbetrieb Wiesengut, Hennef

Erhaltung seltener Tomatensorten durch regionalen Anbau und Vermarktung: Optimierung der Wertschöpfungskette

Produkte, die auf kurzem Wege aus der Region zu den Verbrauchern gelangen, gewinnen - auch als Folge der Globalisierung und damit unsicherer Produktherkünfte - bei den Konsumenten immer höhere Wertschätzung. Dies hat dazu geführt, dass sich die Nachfrage für hochwertige, regionale Produkte erhöht hat. Die Produzenten der Frischware, Gärtner und Landwirte in der Region, werden als „Repräsentanten der Verlässlichkeit“ angesehen.
Im Mittelpunkt dieses Angebots steht die umwelt- und naturschutzfreundliche Erzeugung des Ökologischen Landbaus, deren nachhaltiges Konzept zur Erhaltung der Biodiversität und damit zum Schutz gefährdeter Arten und Sorten beiträgt. Ebenso nutzt der konventionelle Anbau verstärkt die regionale Direktvermarktung. Beiden Erzeugergruppen muss es in Zukunft gelingen, über die gesamte Wertschöpfungskette die Vorteile ihrer Produkte und Vermarktung - auch sinnlich wahrnehmbar - dem Endverbraucher zu kommunizieren.
Der Workshop wertet bisherige Arbeiten und Erfahrungen mit allen Beteiligten der Wertschöpfungskette aus. Neue Ansätze künftiger umweltverträglicher Erzeugung, Distribution und Vermarktung sollen erarbeitet werden.
Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Wissenschaftler als auch an Fachberater, aktuelle und potentielle Gemüseanbauer im Ökologischen Landbau, Gastronome sowie Vertreter von Distribution und Verarbeitung.

 

3./4. Juni 2008

Andreas Hermes Akademie, Bonn-Röttgen
Expertenworkshop


Beyond 2013 - Further Development of the common Agriculture Policy of the EU

Nach 2013 wird eine historische Begründung der Direktzahlungen der Gemeinsamen Agrarpolitik nicht mehr möglich sein. Gleichwohl ist davon auszugehen, dass auch nach 2013 eine Unterstützung der Landwirtschaft erforderliche sein wird, um - flächendeckend eine Landbewirtschaftung zu ermöglichen, die den gesellschaftlichen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Multifunktionalität entspricht sowie - spezielle Leistungen gezielt zu fördern. Generell wird eine stärkere Ausrichtung der Direktzahlungen an konkreten gesellschaftlichen Zielen gefordert („targeting“). Die Entwicklung praktikabler Modelle hierfür steckt jedoch noch in den Anfängen. Vor diesem Hintergrund soll der Workshop Wissenschaftler und Vertreter der Landwirtschaftsministerien zusammenführen, um den Stand der wissenschaftlichen Diskussion zur Weiterentwicklung der GAP zu erörtern und Forschungsbedarf aus Sicht von Wissenschaft und Politik zu formulieren.

 

8./9. April 2008


Andreas Hermes Akademie, Bonn-Röttgen
Expertenworkshop


Biodiversität der Grasland-Ökosysteme Mitteleuropas

Zur Zeit gibt es in Deutschland rund 5 Mio. ha Wiesen, Weiden, Magerrasen und Heiden, von denen nach Schätzungen (POSCHLOD & SCHUMACHER 1998, SCHUMACHER 2005) noch etwa 25% als ± artenreich anzusprechen sind. Dass die genannten Biotoptypen fast ein Drittel der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands beherbergen (KORNECK & SUKOPP 1988) und auch für viele Tiergruppen (z.B. für Insekten, Spinnen, Vögel, Reptilien) von hoher Bedeutung sind, dürfte eigentlich bekannt sein. Analysiert man jedoch die im November 2007 beschlossene "Nationale Biodiversitätsstrategie" oder die "Agrodiversitätsstategie" des BMELV, so spielen Graslandökosysteme offenbar nur eine relativ geringe Rolle.
Dieses Defizit ist einer der Gründe, zu dieser Thematik einen Workshop durchzuführen, nicht zuletzt auch im Hinblick auf CBD-Vertragsstaatenkonferenz im Mai 2008 in Bonn. Seit einigen Jahren muss man außerdem den Eindruck bekommen, dass im Zusammenhang mit der Erforschung der biologischen Vielfalt "das Rad wieder neu erfunden" wird. Obwohl historische wie auch aktuelle Daten bundesweit in großer Zahl über die Phytodiversität von Pflanzengesellschaften, Schutzgebieten, Landschaften und ganzen Naturräumen anhand geobotanischer Forschungsergebnisse vorliegen, hat man den Eindruck, dass über die Biodiversität von Biotopen und Landschaften in Deutschland in der breiten Öffentlichkeit nur wenig bekannt ist.
Angesichts dieser Fehleinschätzung ist es angebracht, den Stand des Wissens über die Diversität der Graslandökosysteme Mitteleuropas aufzubereiten, die dauerhafte Umsetzung von Strategien und Konzepten an Beispielen aus dem In- und Ausland zu dokumentieren, Erfolge und Defizite aufzuzeigen und Perspektiven vor dem Hintergrund aktueller agrarpolitischer Entwicklungen zu diskutieren. Dabei sollen sowohl Fachleute aus dem Bereich Geobotanik, Biozönologie und Naturschutz als auch aus der Grünlandforschung, den Fachbehörden und aus der Praxis zu Wort kommen.

Kurzfassungen der Vorträge

 

28./29 Februar 2008

Landwirtschaftszentrum Haus Düsse, Bad Sassendorf
Expertenworkshop


Systematik der Betriebsplanung

Die Informationsplattform "wirtschaftliche und soziale Fragen" des  Forschungsnetzwerk NRW-Agrar veranstaltet am 28. und 29. Februar 2008 im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse, Bad Sassendorf einen Expertenworkshop zum Thema "Systematik der Betriebsplanung". Der Workshop besteht aus zwei Teilen. Zum einen geht es darum, existierende, EDV-basierte Lösungen vorzustellen. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Frage welche Anforderungen aus theoretischer Sicht (Wissenschaftler), Anwendersicht (Berater) und aus Sicht der Landwirte an solche Programme gestellt werden. Hierbei sollen die Vor- und Nachteile der einzelnen Programme diskutiert werden. Ziel des Workshops soll es sein, ein "Pflichtenheft" mit den Anforderungen, die an die Planungsinstrumente gestellt werden müssen, zu erstellen.

 

29. November 2007

Institut für Tierwissenschaften, Endenicher Allee 15

Futter- und Lebensmittelrecht

Mit der Basisverordnung 178/2002/EG und dem Lebensmittelgesetzbuch (LFGB) vom 01.09.2005 sind Lebens- und Futtermittel in der Rechtssetzung zusammengefasst worden. Die Landwirtschaftliche Fakultät möchte mit dem Workshop „Futter- und Lebensmittelrecht“ die Unternehmen, Verbände und Behörden beider Bereiche zusammenführen und gegenseitig informieren. Fachleute aus beiden Bereichen weisen u.a. auf unterschiedliche Auffassungen und Erfahrungsfelder hin, die noch gut aufeinander abgestimmt werden sollen, damit Verantwortlichkeit und Fachkompetenz gegenüber Dritten gewahrt bleiben. Welche aktuellen Voraussetzungen dabei für Führungskräfte gelten und in welchem Umfeld sie sich bewähren, zeigt der Workshop auf, der als Forum für ein praxisnahes, attraktives Diskussions- Plateau für Verantwortliche aus Unternehmen und Verbänden veranstaltet wird.

 

22. und 23. November 2007

NRES-Phytomedizin, Nußallee 9

Landbewirtschaftung und Klimawandel - Wirkungen und Rückwirkungen

Landbewirtschaftung und Klimawandel sind unmittelbar miteinander verbunden. Auf der einen Seite ist die Landwirtschaft die Hauptquelle der Treibhausgase Methan und Distickstoffoxid. Andererseits ist sie besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen. Eine dritte Rolle der Landwirtschaft ist, dass sie durch die Produktion nachwachsender Rohstoffe und durch Bioenergieerzeugung zum Klimaschutz beitragen kann. Der Workshop diskutiert die Folgen des Klimawandels auf die Landwirtschaft, stellt aber auch den Einfluss der Landwirtschaft auf den Klimawandel dar. Ziel ist es, zukünftige Forschungsschwerpunkte zu identifizieren.
Der Workshop wurde initiiert vom Forschungsnetzwerk NRW-Agrar. Dieses besteht aus den NRW-Ministerien für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie, der Universität Bonn, der Fachhochschule Südwestfalen und der Landwirtschaftskammer NRW. Ziel des Netzwerkes ist es, die Zusammenarbeit in der Agrarforschung zu fördern und einen schnellen Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis und Beratung zu gewährleisten.

 

11. und 12. Dezember 2006

Institut für Tierwissenschaften, Endenicher Allee 15

WorkshoErbfehler bei Nutztieren

Im Rahmen der Nutztierproduktion ist das Vorhandensein von Genvarianten, die zu einer gesundheitlichen Belastung der Nutztiere führen, unvermeidlich. In diesem Workshop soll im ersten Teil ein Überblick über den Stand des derzeitigen Wissens zum Auftreten solcher Gendefekte bei Schwein, Rind, Schaf und Pferd gegeben werden. Im zweiten Teil soll auf die Identifizierung des genetischen Hintergrunds dieser Krankheiten näher eingegangen werden. Dabei soll das Methodenspektrum auf molekularer Ebene dargestellt werden. Betrachtungen über die Nutzung der molekularen Information in Zuchtprogrammen werden den Workshop abschließen.

 

6. und 7. April 2006

INRES-Phytomedizin, Nußallee 9

Workshop "IT-Agrar: Von Datensystemen zum Wissenstransfer"

Informationstechnologien werden in der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowohl für die systematische Aufbereitung von Forschungsergebnissen als auch für die Ausbildung und Beratung genutzt. Im Workshop werden aktuelle Entwicklungen vorgestellt und die Nutzung von wissensbasierten Systemen für den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis diskutiert. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Wissenschaftler als auch an Mitarbeiter aus der Fachberatung und Institutionen, die sich mit Wissenstransfer beschäftigen.

 

5. und 6. Dezember 2005

Institut für Tierwissenschaften ,Endenicher Allee 15

Workshop "Drip Loss and Water Holding Capacity of Porcine Meat"

Der  Workshop beschäftigte sich mit dem Merkmal „Tropfsaftverlust und Wasserbindungsvermögen des Schweinefleisches“. Dieses Merkmal ist ein zentrales Quali­tätsmerkmal, da es sowohl die Sensorik negativ beeinflusst und zu beträchtlichen Gewichtsverlusten von Fleisch (Frischfleisch, Aufbau-, Koch-, und Grillverlust) führen kann. Eine einprozentige Erhöhung des Tropfsaftverlusts führt in der deutschen Schweineproduktion zu monetären Verlusten im zweistelligen Millionenbereich. Als Vortragende wurden Wissenschaftler aus den USA, Niederlanden, Dänemark und Deutschland gewonnen.

 

Dienstag, der 21. November 2000, 14 Uhr (c.t.)

Bibliothek des Institutes für Pflanzenkrankheiten, Nußallee 9

Workshop "Konsequenzen der Bodenschutzgesetzgebung für den integrierten Landbau"

Diskussion des Konflikts zwischen den Zielvorgaben des Bodenschutzgesetztes und einer standortgerechten, ökonomischen Pflanzenproduktion. Ziel der Veranstaltung ist es, ein integriertes Konzept zu entwickeln, das von allen Beteiligten - Vertreter der Administration, Forschung und Beratung - getragen werden kann.

Donnerstag, den 20. Januar 2000, 17 Uhr (c.t.)

Hörsaal XI, Institut für Tierzuchtwissenschaft, Nussallee 15

Die neue Schweinehaltungs-Hygieneverordnung

Herr Prof. Dr. M. Gessler, ehem. leitender Veterinärbeamter des Landes NRW

Umsetzung der Verordnung im Rahmen überbetrieblicher Gesundheitsmanagementsysteme

Frau Prof. Dr. B. Petersen, Institut für Anatomie, Physiologie und Hygiene der Haustiere, Abt. Präventive Gesundkheitskontrolle

Vortragsveranstaltung gemeinsam mit dem Lebensmittelchemischen Kolloquium

 

Donnerstag, den 9. Dezember 1999, 17 Uhr (c.t.)

Hörsaal XII, Institut für Landtechnik, Nussallee 5

Analytische Charakterisierung von Weinaroma und Weinfehlern

Herr Prof. Dr. Dr. Adolf Rapp, Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof der Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen (BAZ), Siebeldingen


Montag, den 22. November 1999, 17 Uhr (c.t.)

Hörsaal XI, Institut für Tierzuchtwissenschaft, Endenicher Allee 15

Strategien des Organischen Landbaus:

Einbeziehung der tierischen Erzeugung in die EU-Öko-Richtlinie

Herr Dr. K. Kempkens, Landwirtschaftskammer Rheinland

Zuchtziele in der Nutztierzucht im Spannungsfeld von ökonomischen Rahmenbedingungen und Verbrauchererwartungen

Herr Prof. Dr. K. Schellander, Institut für Tierzuchtwissenschaft, Landwirtschaftliche Fakultät der Universität Bonn



Seit 1992 wurden jeweils ein bis zwei Veranstaltungen pro Semester durchgeführt, die nachfolgend aufgelistet sind.


Minimierung von Nährstoff und Pflanzenschutzmitteleinträgen in Grund und Oberflächengewässer

Agrikulturchemisches Institut, Institut für Bodenkunde, Institut für landwirtschaftliche Zoologie und Bienenkunde

  • Stickstoff und Phosphatbelastungen aus der Landwirtschaft
  • Parameter zur Beurteilung von Pflanzenschutzmitteleinträgen
  • Limnologische Beurteilung der Gewässer

Bewertung und Prognose des Stickstoffnachlieferungsvermögens von Böden

Agrikulturchemisches Institut
  • Untersuchungen zum organisch gebundenen N-Vorrat und N-Nachlieferungsvermögen
  • Erste Ergebnisse zur Optimierung der N-Düngeempfehlung auf Basis des CaCl2NorgWertes im Kooperationsgebiet "Landwirtschaft/Wasserwirtschaft" Frischhofsbach

N-Düngungskonzepte für den Intensivgemüse und Obstbau

Institut für Obstbau und Gemüsebau, Agrikulturchemisches Institut, Institut für Landtechnik
Institut für Lebensmittelwissenschaft und -chemie
  • N-Düngung im intensiven Gemüse und Obstbau
  • Grundlagen der AmmoniumDepotdüngung
  • Verfahrenstechnik der Depotdüngung

Einsatz von biogenen Reststoffen in der Landwirtschaft

Institut für Landtechnik, Agrikulturchemisches Institut
  • Aufarbeitung und Ausbringung von Siedlungsabfällen
  • Chemische Kriterien biogener Reststoffe

Integration von Naturschutz und Landwirtschaft

Institut für landwirtschaftliche Botanik, Institut für Tierernährung
  • Definition, Quantifizierung und Bewertung ökologischer Leistungen der Landwirtschaft
  • Qualität und Verwertbarkeit des Futters von kontinuierlich extensiv bis halbintensiv genutztem Grünland

Untersuchungen zur extensiven Weidenutzung in Naturschutzgebieten des Kreises Borken

Institut für Pflanzenbau
  • Erfahrungen von der Biologischen Station Zwillbrock

Nachwachsende Rohstoffe zur Energieerzeugung

Institut für Landtechnik
  • Verwertung von Pflanzen zur energetischen Nutzung
  • Bedeutung der Fachagentur "Nachwachsende Rohstoffe"

Tierhaltung und Tierfütterung

Institut für Tierernährung, Institut für Organischen Landbau
  • Wege zur Verminderung überschüssiger Nährstoffzufuhr bei verschiedenen Tierarten
  • Möglichkeiten und Ansatzpunkte für deren Realisierung unter Bedingungen der Praxis
  • Definierte und kontrollierte Tierhaltungssysteme im Organischen Landbau

Bodenerosion in NordrheinWestfalen

Agrikulturschemisches Institut, Institut für Bodenkunde, Landwirtschaftskammern Rheinland und WestfalenLippe
  • Vorstellung der Broschüre und Foliensammlung
  • Erosionsmaßnahmen aus der Sicht des ackerbaulichen Versuchswesens und der Beratung
  • Akzeptanz und Umsetzung von Erosionsmaßnahmen aus der Sicht der Praxis  
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