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2012

28. Wissenschaftliche Fachtagung

Bioenergie - mehrjährige Energiepflanzen

Mittwoch, 7. November 2012, Forum, Campus Klein-Altendorf, Meckenheimer Str. 42, Rheinbach

Der Bedarf an erneuerbaren Energien nimmt in den letzten Jahren stetig zu. Neben Holzhackschnitzeln aus der begrenzten Ressource Wald rücken mehrjährige Energiepflanzen zunehmend in das Interesse der Forschung und der praktischen Landwirtschaft. Diese zur Erzeugung von Festbrennstoffen geeigneten Pflanzen haben derzeit einen Anbauumfang von 6.000 Hektar in Deutschland. Hierzu zählen Kurzumtriebsplantagen z. B. mit Pappeln und Weiden sowie das Großgras Miscanthus. Die mehrjährigen Kulturen weisen darüber hinaus in Energiebilanzen ein sehr positives Input-Output-Verhältnis auf und es dürfte daher eine zunehmende Flächenausweitung zu erwarten sein.
Ziel der Veranstaltung ist es, bestehende und neue Biomassepotentiale und deren weiterer Einsatz im Bereich Wärmeenergie zu beleuchten und bereits praktizierte Vorhaben vorzustellen, um einen schnelleren Transfer der Erkenntnisse in die Praxis und in die Region zu erreichen.
Der Veranstaltungsort Campus Klein-Altendorf wird zurzeit zum zentralen Außenlabor der Landwirtschaftlichen Fakultät ausgebaut. In der Mittagspause besteht die Möglichkeit, vor Ort zu besichtigen, wie der Campus Süd mit Pellets und der Campus Nord mit nachwachsenden Rohstoffen in einer 500 kW Hackschnitzelheizanlage mit speziellem Mehrbrennstoffkessel mit Wärme versorgt wird.
An diese Tagung schließt sich an den beiden Folgetagen die 7. Internationale Miscanthus-Tagung an. Beide Veranstaltungen stehen auch im Zusammenhang mit den „Energietagen der Region“. Die Fachtagung richtet sich sowohl an Wissenschaftler als auch an Fachberater, Vertreter der landwirtschaftlichen Praxis sowie Studierende.

 

 

27. Wissenschaftliche Fachtagung

Perspektiven in der Milchproduktion - Intensitäten, Ressourcennutzung, Umweltwirkungen

Mittwoch, 29. Februar 2012, Hörsaal 11, Endenicher Allee 15, Bonn

Die Milcherzeugung ist sowohl national als auch international von großer Bedeutung für die Agrarwirtschaft. Durch die mit ihr verbundene Tierhaltung sind Umweltwirkungen verbunden, die zunehmend in die öffentliche Diskussion geraten sind. Weltweit erfolgt die Milchproduktion in vielen Regionen als “High Input - High Output System”, da die stetig wachsende Nachfrage nach Milchprodukten diesen Produktionstyp im Allgemeinen bevorzugt. Wirtschaft und Wissenschaft stehen zunehmend vor dem Problem Input und Output dieses Systems zu balancieren, da in den modernen Haltungssystemen neben den Auswirkungen auf die Umwelt auch zunehmend Gesundheits- und Fruchtbarkeitsprobleme bei den hochleistenden Kühen zu verzeichnen sind. Leider gibt es keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Milchleistung und Gesundheitsstatus; diese Beziehungen sind äußerst komplex, sodass sich die Milchproduzenten in einem Zielkonflikt befinden.
Eine Alternative zu High Input-Systemen bieten Low Input-Systeme. Hier haben in den letzten Jahren Weiterentwicklungen wie z.B. das Vollweidesystem stattgefunden. Im Rahmen der Tagung werden verschiedene Ansätze bezüglich ihrer betriebswirtschaftlichen, Umwelt- und Tierschutzaspekte mit dem Ziel betrachtet, wie das Grünland unter den gegebenen Bedingungen effizient genutzt werden kann.
Ziel der Fachtagung ist es, die interdisziplinäre Diskussion zu entfachen, und durch zum Beispiel Pro- und Kontra-Positionen das Problembewusstsein zu schärfen, um der Lösung des Zielkonflikts einen Schritt näher zu kommen. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Wissenschaftler als auch an Fachberater, Vertreter der landwirtschaftlichen Praxis sowie Studierende.

 

 

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