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2014

30. Wissenschaftliche Fachtagung

Der Rübenzystennematode - Problemschädling im Rübenbau
Ansätze zur Bekämpfung aus Sicht der Praxis, Entwicklung und Forschung

Dienstag, 30. September 2014, Hörsaal 5, Katzenburgweg 5, Bonn

Der Rübenzystennematode Heterodera schachtii wurde vor mehr als einhundert Jahren vom Bonner Botaniker Hermann Schacht zum ersten Mal als Ursache der Rübenmüdigkeit beschrieben, die schon damals schwere Schäden verursachte.
Seit dieser Zeit wurden zahlreiche verschiedene Ansätze zur Kontrolle des Nematoden entwickelt, angewandt und später aus unterschiedlichen Gründen wieder verworfen. Sie reichten vom Einsatz verschiedenster nematizider Substanzen über die Einrichtung von Fruchtfolgen, den Anbau von Zwischenfrüchten, bis hin zur Züchtung resistenter Rübensorten. Doch noch immer sind Nematodenprobleme im Rübenanbau allgegenwärtig und hoch aktuell. Nordrhein-Westfalen ist wie alle wichtigen Anbauregionen für Zuckerrüben massiv betroffen.
Mit der Einführung nematodentoleranter Sorten schienen die Probleme zunächst zumindest in ökonomischer Hinsicht gelöst. Noch aber ist unklar, wie sich ihr Einsatz mittel- und langfristig auf die Populationsdynamik der Schaderreger auswirkt. Da tolerante Sorten nicht resistent sind, ist mit einer Vermehrung zu rechnen, die zu einem gewissen Zeitpunkt für Zuckerrüben vermutlich nicht mehr tolerierbar ist.
In der angewandten und grundlagenorientierten Züchtungsforschung werden völlig neue Konzepte verfolgt. So sollen mit Hilfe verschiedener molekularbiologischer Methoden z.B. gezielt nicht etwa resistente, sondern weniger anfällige Sorten entwickelt werden.
Ziel der Tagung ist es, den Einsatz bestehender Konzepte der Nematodenkontrolle aus der Sicht unterschiedlicher fachlicher Perspektiven zu evaluieren, neue Einwicklungen vorzustellen und zu diskutieren.
Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Wissenschaftler als auch an Fachberater, Vertreter der landwirtschaftlichen Praxis sowie Studierende.

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